Zuerst ein paar Bibelstellen.

1.Johannes 2,29
Und nun, Kinder, bleibt in ihm, damit wir Freimütigkeit haben, wenn er erscheint, und uns nicht schämen müssen vor ihm bei seiner Wiederkunft. Wenn ihr wisst, dass er gerecht ist, so erkennt auch, dass jeder, der die Gerechtigkeit tut, aus ihm geboren ist.

 

1.Johannes 3,8-10
Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre. Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde; denn Sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist. Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar: Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, ist nicht aus Gott, ebenso wer seinen Bruder nicht liebt. 

 

1.Johannes 4,7-8
Geliebte, lasst uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott. Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.

 

1.Johannes 5,1-5
Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, der ist aus Gott geboren; und wer den liebt, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der aus Ihm geboren ist. Daran erkennen wir, dass wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, welcher glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?

 

1.Johannes 5,18
Wir wissen, dass jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt; sondern wer aus Gott geboren ist, der bewahrt sich selbst, und der Böse tastet ihn nicht an.

Außer den im ersten Johannesbrief aufgeführten Kennzeichen (1. Johannes 2,29; 3,9; 4,7; 5,1.4.18) gibt es noch ein wesentliches Merkmal, an dem man den echt Wiedegeborenen von unechten unterscheiden kann:

Geburt ist ja immer untrennbar mit Verwandtschaft und Heimat verbunden. Bei der natürlichen Geburt werde ich hineingeboren in ein Elternhaus und in ein Vaterland.

Genauso hat die Geburt aus Wasser und GEIST immer mit Verwandtschaft zu tun. Ich werde hineingeboren in eine neue Verwandtschaft, in der GOTT mein VATER ist, die Gotteskinder meine Brüder und Schwestern, und das Vaterland die Heimat dort droben.

Gewiss soll man auch dankbar sein für das irdische Elternhaus und die Eltern ehren und achten, und Ehrerbietung schenken, nicht wie vaterlandslose Gesellen und sonstige Nestbeschmutzer das eigene Land verächtlich machen. Aber wenn es im Leben dazu kommt, dass man sich entscheiden muss zwischen Blutsverwandtschaft und geistlicher Verwandtschaft, muss die geistliche Vewandtschaft immer den Vortritt haben. Und gerade an diesem Punkt offenbart es sich, ob einer echt wiedergeboren oder nur fromm ist.

Als JESUS im Hause des Petrus Seine Jünger um sich versammelt hatte, standen draußen Seine natürliche Mutter Maria und Seine leiblichen Brüder. Doch der HERR wies auf Seine um Ihn sitzenden Jünger und sagte:

Markus 3,35
Denn wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und Mutter.

Die „Mutter Gottes“ aber stand draußen wie bestellt und nicht abgeholt, Seine Brüder ballten womöglich schon die Faust in der Tasche und der „Hl. Josef“ war sowieso nicht in Sichtweite.

Die geistliche Vewandtschaft muss immer den Vortritt haben.

Sie hätten den HERRN am liebsten mitgenommen und „untergebracht“ (Markus 3, 21).

Wiedergeboren nennen sich viele, sogar Ex-Präsident Bush sagte von sich, er sein ein „wiedergeborener Christ“. Ob einer wirklich von neuem geboren ist, zeigt sich immer erst im Ernstfall, wenn es sich zu entscheiden gilt zwischen Blutsverwandtschaft und geistlicher Verwandtschaft, zwischen irdischer und himmlicher Heimat. Den meisten sind dann die irdischen Bande eben doch wichtiger, als ihre Verbindung zu den Gläubigen. Und das sagt bereits alles.

Quelle: Glaubensnachrichten Dezember 2008, S. 2